Naiver Maler/Dichter

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Gedichte

DER KAFFEE-TRATSCH

In Weichelbaums gemütlich'Zimmer, 

fanden sich die Frauen immer,

zwei Tag'die Woch', auf jeden Fall, 

ein zum "Tratscherl" allemal.

 

Schon an der Türe, beim Empfang, 

begrüßten sie sich, laut und lang. 

Man fragte wie's dem Manne geht? 

Wie es mit der Gesundheit steht? 

Streichelt liebevoll den Hund, 

der bellend seine Freud' tat kund.

 

Die Hüt' und Mäntel abgelegt, 

man sich in's Zimmer' nein bewegt', 

prüft' dabei durch die Nas' die Luft, 

die schwanger mit dem Kaffeeduft.

 

Kaum daß sie alle Platz genommen, 

bei Tische dann, die Frau'n, die Frommen,

tat man die köstlich' Jaus' servieren, 

daran sich alle delektieren.

 

Hm, der gute Gugelhupf, 

er ist wohl auf dem "I" der Tupf! 

Hm, und der duftende Kaffee

hebt G'müt und Blutdruck in die Höh'.

 

Dann begann das Kaffee-Schlemmen! 

Niemand konnt' die Frauen hemmen! 

Sie aßen reichlich und in Hast, 

denn sie waren ja zu Gast.

 

Es wurd' bei diesem Jausen-Essen, 

auf's reden keinesfalls vergessen. 

Im Wortschwall zog dann jede Frau, 

Bekannt', Verwandt' durch den Kakao.

 

Dieses Gespräch, immer beliebt,

ist schon so alt, seit's Frauen gibt.

Der Kaffee-Tratsch

Eitempera & Ölfarbe 

39 cm x 50 cm

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